Neue Behandlungsmethoden bei schweren Depressionen

Transkranielle Magnetstimulation
Es gibt ein paar Behandlungsmethoden, die erst seit kurzer Zeit angewandt werden, besonders bei denen, wo die herkömmlichen Methoden nicht anschlagen. Einige dieser Behandlungsarten werden noch untersucht und sind noch nicht weit verbreitet, doch immer mehr Ärzte ziehen sie in Betracht. Zwei dieser Methoden sind:





Vagusnervstimulation

Hierbei wird der Vagusnerv im Nacken stimuliert. Normalerweise wird diese Therapie bei Epileptikern angewandt, aber immer häufiger auch bei nicht anders therapierbaren Depressionen. Dabei wird ein Stimulationsgerät im Brustbereich implantiert, das durch eine Elektrode mit dem Vagusnerv verbunden ist. Alle 5 Minuten werden für 30 Sekunden Impulse gesandt. Der Vagusnerv ist ein Informationssender zwischen Gehirn und Körper und ist zur Kontrolle verschiedener Abläufe im Körper notwendig. Durch die Stimulierung steigt die Stimmung und eine erhöhte Wachsamkeit wird verzeichnet.

Transkranielle Magnetstimulation

Auch diese Methode ist nur für Patienten gedacht, die seit mindestens zwei Jahren unter Depressionen leiden und mit anderen Methoden bis dahin erfolglos waren. Dabei werden die Nerven, die im Gehirn für die Stimmungsschwankungen zuständig sind, stimuliert. Dazu wird ein Magnetfeld nahe am Kopf installiert. Die magnetischen Wellen stimulieren dann bestimmte Zonen im Gehirn. Das ganze verläuft schmerzlos, kann aber in seltenen Fällen auch Nebenwirkungen haben. Bei einigen Patienten ist das Gehirn während der Behandlung besonders aktiv, bei anderen fast still gelegt. Die richtige Dosierung genauso wie der richtige Teil des Gehirns, der stimuliert werden soll, muss jedoch erst noch wissenschaftlich erforscht werden. Die Behandlungsdauer ist von Patient zu Patient unterschiedlich.